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Aktivitäten und Aktionen 2019

 

 

 

 

 

Hand in Hand mit der Organisatin

 

Wandern 2019

Informationen der AGTouR Sommersdorf zum Gemeindewandertag 2019

30 Jahre Grenzöffnung – grenzenlos rund um Sommersdorf

die jetzt schon, 9. Gemeindewanderung wird in diesem Jahr entlang auf Wegen in und um Sommersdorf führen. Wie immer werden wir wieder interessante Punkte aus der Geschichte, der Geologie und der schönen Ausblicke besuchen. Also es wird wieder eine Erkundungstour durch unsere Heimat. Der genaue Treffpunkt, und was alles am Wandertag so losgeht, wird auch noch hinreichend und zeitnah auf Plakaten und in den Medien bekannt gemacht. Ihr findet ebenso alles auf der abgedruckten Wanderkarte.

Traditionell: eine Familienwanderung mit Essen und Trinken und einem gemütlichen Ausklang!

Der Termin: 05.05.2019

An markanten Punkten auf unserer Wanderroute wollen wir mit euch ins Gespräch kommen oder Informationen an euch weitergeben. Unter Anderem besuchen wir einige Stätten, an denen wir vor 30 Jahren die innerdeutsche Grenze eingerissen haben. Vielleicht denken wir dann gemeinsam an diese historischen Stunden der Wiedervereinigung unseres Landes. Wer will kann seine Erinnerungen und Erlebnisse kundtun!?

Ein weiterer Höhepunkt ist die Einweihung einer Infotafel und die Präsentation eines restaurierten Sühnekreuz, ein Relikt aus uralten Zeiten. Sühnekreuze, auch Mordkreuze genannt, wurden ab 1300 Jahrhundert, zur Andacht an ein furchtbares Ereignis, am Wegesrand errichtet. Oft sind die Mordwaffen oder die Gerätschaften der Untat auf dem Sühnekreuz abgebildet. Eine spannende Geschichte. Aber mehr dazu auf unserer Gemeindewanderung.

 

WANDERROUTE


 

 

Wir, die AGTouR, freuen uns über eine rege Teilnahme, auch aus anderen Regionen. Jeder ist willkommen! In diesem Jahr ist es uns gelungen einen Kremser zu organisieren. Es besteht die Möglichkeit, dass ca. 10- 12 Personen vom Kutschbock aus, die Wanderung zu begleiten. Das begrenzte Platzangebot auf dem Pferdewagen erfordert eine Voranmeldung. Wer mitfahren will meldet sich bitte telefonisch bei Inka Schröder an und sichert sich so einen Platz auf dem Kremser. Anmeldungen sind ab 25. 04. 2019 unter der Nummer 03940250754, wen der Anrufbeantworter sich meldet, nennen Sie ihre Telefonnummer, wir rufen dann zurück.

Manfred Wölfer von der AGTouR Sommersdorf

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Der 9. Gemeindewandertag der AGTouR Sommersdorf – 30 Jahre Grenzöffnung - grenzenlos rund um Sommersdorf

5. Mai, Sonntag früh, wir, die AGTouR Leute stehen an der Feuerwehr in Sommersdorf und hoffen, dass sich viele Wanderer und Naturfreunde aus unserer Gemeinde und der umliegenden Städte und Dörfer der Gemeindewanderung anschließen. Immerhin, es ist ganz schön kalt, die Meteorlogen sprechen von vorgezogenen „Eisheiligen“. Aber wir hatten acht Jahre Glück mit dem Wetter und warum nicht heute? Es blieb trocken und die Sonne hat uns auf unserem Weg begleitet.

Nach einer kurzen Begrüßung und Hinweisen zur Wanderstrecke machten sich 150 gutgelaunte Leute auf den Weg. An 18 markanten Punkten wollte die AGTouR Info-Stopps einlegen und erklären was hier jeweils los war. Nur so durch die Gegend laufen ist zwar gesund, aber die Heimat erleben, macht vielmehr Spaß und erweitert den eigenen geistigen Horizont enorm. Am ehemaligen Signalzaun, wo wir vor 30 Jahren die die Trennung Deutschlands überwanden zeigte sich wie Menschen von hüben und drüben die Ereignisse erlebten. Eddi Paulisch erzählte von der kleinen Friedensfahrt auf der Honslebener Straße, die durch die Grenzsicherung gesperrt war, und somit für ein Radrennen der Kinder, ohne Autoverkehr, dienen konnte. Aber selbst da waren die kleinen Sportler „gut“ von den Grenztruppen der DDR bewacht!? Ein anderer erzählte: 1954 sind einige Sommersdorfer nach Honsleben in den Westen geschlichen und haben dort bei Bekannten im Fernsehen das Finale der Fußball WM geguckt und sind dann nach dem Spiel wieder nach Hause gegangen. Fast unglaublich, oder? In vielen kleinen Gruppen wurde noch vielmehr berichtet, besonders von den Ereignissen unmittelbar bei der Grenzöffnung vor 30 Jahren. Viele haben diesen denkwürdigen Tag miterlebt und gefeiert. Man konnte kaum glauben, dass die Grenze nun für immer offen sein soll und man hin und her gehen kann wie man will! Die Skepsis ist nun verflogen, es ist Realität. Nur noch in manchen Köpfen ist eine Grenze vorhanden, aber in den Vorstellungen wird sie immer blasser! Wir sind auch ein wenig Stolz darauf, dass wir mit unseren Wanderungen am Grünen Band entlang die Vereinigung unseres Landes aktiv mitgestalten und erlebbar machen.

Mit den Hinweisen von Reinhard Duckstein, der die ganze Wanderung in vorzüglicher Weise moderierte, und mit Hilfe der von ihm erarbeiteten Flyer mit Fakten und Orientierungspunkten machten das Erleben der Wanderung rund! Jeder Weg von Info-Stopp zu Info-Stopp war eine Zeitreise in verschiedensten Epochen unserer Heimat. Mal ging es um eine Schanze aus der Zeit des 30- jährigen Krieges, oder um Standorte von Windmühlen, die den Bauern den langen Weg zu einer Wassermühle ersparte. Ergebnisse aus seinen Forschungen in alten Dokumenten und aus archäologischen Grabungen machte Reinhard Duckstein auf Ziegeleien, die aufgrund von Tonvorkommen in unserer Gegend, Baustein produzierten, aufmerksam.

Auf halben Wege warteten dann auch schon die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Sommersdorf mit einer Stärkung auf die Wanderschaft. Mit Erbsensuppe und Bockwurst aus der Gulaschkanone war verbrauchte Energie sofort zurück. An dieser Stelle, vielen Dank an alle Helfer, die für die Unterstützung unserer Gemeindewanderung beigetragen haben. Nur mit fleißigen Partnern kriegt man 150 Leute satt und so ein anspruchsvolles Wanderprojekt gestemmt! Klausi Junge hat mit seinem Pferdegespann dafür gesorgt, dass auch Ältere oder auch Gehbehinderte die Wanderung miterleben konnten. Das war auch für die Kinder eine Spannende Sache, mal mit einer Pferdekutsche die Landschaft erkunden. Vielen Dank dafür.

Ziel der nächsten Etappe durch den ehemaligen Erzbergbau, heute ein landschaftlich schönes Wanderrevier, ist die historische Unterburg mit alter Wasserkunst, zerfallende Gemäuer der Kapelle „Maria am Hagen“ oder die alte Brauerei zu Fuße der Sommerschenburg. Durch die Helerwiese, deren Name auf eine Fischzucht in alten Zeiten hinweist geht es schon zum nächsten Höhepunkt. In der Nähe seines Fundortes wurde durch die AGTouR ein restauriertes Sühnekreuz wiedererrichtet. Eine Informationstafel mit entsprechenden Erklärungen zu diesen Relikten aus dem Mittelalter, weist auf die Bräuche und die Geschichten aus dieser Zeit hin.  Die Einweihung dieses Ifo-Punktes wurde mit viel Beifall und einem Gläschen Sekt bedacht. Durch die „sieben Berge“, keiner weiß genau warum diese Hügel und Kuhlen so heißen, geht es schon unserm Ziel des Rundweges entgegen. An der Familiengruft der Familie Hosang, an der Sommersdorfer Kirche vorbei, durch den Hohlweg, die Holje Grau, war der Endpunkt der Wanderung schon zu sehen. Mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, wieder am Feuerwehrstützpunk angekommen, konnte ein schöner Tag ausklingen.

Erstes Fazit: Ein wunderbarer Tag mit tollen Gesprächen, lahmen Beinen, viel Wissenswertes aus der Heimat und eine zufriedene AGTouR. Vielen Dank noch einmal an alle Helfer und an alle die uns begleitet haben. Mit den beträchtlichen Geldspenden die in unseren Sammeldosen gesteckt wurden können wir wieder interessante Vorhaben meistern dafür, und für Hinweise zur Ausgestaltung weiterer Wanderungen ebenfalls ein riesiges Dankeschön.

Übrigens, unsere traditionelle Sternwanderung nach Hartmannshausen findet am 01. September 2019 statt. Weitere Hinweise sind im Internet unter sommersdorf.de und dann zeitnah in der Presse zu finden.

Manfred Wölfer von der AGTouR Sommersdorf

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Natürlich gibt es auch wieder eine Neuauflage der allseits beliebten Sternwanderung. Gleich Anfang September geht es wieder auf Wegen durch unsere Wälder von Harbke, von Marienborn, von Sommersdorf oder von Sommerschenburg nach Hartmannshausen. Der Förderverein der Wanderhütte bereitet das Treffen der umliegenden Dörfer wieder mit viel Freude vor.

Der Termin: 01.09.2019