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Sehenswertes in Sommersdorf

Kirche
Kirche

Die Peter und Paul Kirche (evangelisch) in Sommersdorf war früher die Patriarch Kirche des Grafen August Neidhardt von Gneisenau. Der Erneuerungsbau erfolgte 1717. Der Kanzelaltar wurde 1718 erbaut und 1775 bemalt. 

Innenansicht (Altar)
Blick auf die Kirche und ins Dorf
Sühnekreuz

 

Sühnekreuze sind steinerne Flurkreuze, die zur Sühne für einen begangenen Mord oder Totschlag errichtet worden sind. Diese stammen aus der Zeit des frühen Mittelalters, um den Brauch der Blutrache zwischen den germanischen Sippen abzuwenden. Weitere Informationen befinden sich auf der Tafel vor Ort. Das abgebildete Sühnekreuz befindet sich auf dem Rundwanderweg 30.

Sühnekreuz
Informationstafel
Fachwerkhaus

 

Dieses schöne Fachwerkhaus befindet sich am Böhmschen Teich in Sommersdorf. Urkundlich wurde es erstmalig 1542 erwähnt, könnte jedoch noch einige Jahrzehnte älter sein. Besonders in den 90er Jahren hat der Eigentümer viel Zeit, Kraft und Geld in das Haus investiert. Auf dem Balken oberhalb der Eingangstür steht der nachfolgende Spruch: "WEN DER MENSCH GEDECHT WER ER WER UNND VON WANNEN ER WER KOMMEN HER ODER WAS AUS IHM SOLT WERDEN SO WURDE ER FROMMER AUF ERDEN ALB MAGN.".

Albertus Magnus (Albert der Große) wurde in der Zeit 1193 bis 1206 im schwäbischen Lauingen an der Donau geboren. Weshalb ein Spruch von ihm ein altes Fachwerkhaus in Sommersdorf ziert, werden wir nie erfahren.

Fachwerkhaus
Böhmsche Teich

 

Der Böhmsche Teich ist der letzte, noch vorhandene Teich in diesem Tal. 5 weitere Teiche befanden sich oberhalb und dienten in der Zeit um 1700 zur Fischzucht. Die Teiche wurden ständig mit frischem Wasser aus den darüberliegenden Wäldern gespeist und wiesen eine hervorragende Wasserqualität auf. Heute ist die gesamte Talwiese ein beeindruckendes Biotop. 

Graugänse mit Jungen
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alte Ansicht mit Blick auf die Burg
Höfe 

 

Sommersdorf ist ein typisches Bauerndorf am Rande der Börde. Der Bauernhof war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts das ortsprägende Element in der Region. Bis 1800 lebten etwa 80% der Bevölkerung Deutschlands auf Bauernhöfen, 1900 waren es noch etwa 35%. 

Die Einführung des Rübenanbaus zur Gewinnung von Zucker in unserer Region führte zu einem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Die Bauern kamen immer mehr zu Geld und wurden bald die reichsten Leute im Dorf. Sie wurden neidvoll als "Rübenbarone" bezeichnet. Das spiegelt sich auch in den großen Bauernhöfe mit den villenartigen Wohnhäusern ("Rübenpaläste") wider. Auch heute sind diese noch beeindruckend.

Hosangsche Hof
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Gröbksche Hof
Gastmannsche Hof

Der Freie Steinhof wurde liebevoll restauriert und hat den Dorfverschönerungspreis erhalten.

Der Freie Steinhof (vor der Restaurierung)
Der Freie Steinhof (nach Restaurierung)
Rastplatz und Informationstafel
Kleiberg

 

Der Kleiberg bietet einen herrlichen Ausblick über die HE-Braunkohlenmulde auf Schöningen und den Elm. Einst kahle Abraumhalden sind heute rekultivierte Felder und Wälder. Die Informationstafel am Rande einer alten Tiefbaugrube informiert über die zahlreichen Gruben, Tagebaue und die verarbeitende Industrie. 

Bachmäander/ Blumen/ Bienen/ Amphibien

 

Das ökologische Projekt befindet sich unweit der Erinnerungssäule zum Fluchtpunkt auf den Rundwanderwegen 27 und 28. Auf dem Fußweg Richtung Hohnsleben hat Volker Quedenfeld ein anschauliches Insektenhotel sowie ein Winterquartier für Amphibien errichtet. Seit 2015 ist hier ein erstaunliches Feuchtbiotop mit Blühwiese entstanden, ein Zeugnis für die eindrucksvolle Rückeroberung durch die Natur.

Wildbienenhotel
Winterquartier für Amphibien
Erinnerungssäule

 

Die Erinnerungssäule wurde aus einem Bruchstück der originalen Verrohrung des Bachlaufes Wirbke gebaut. Diese wurde für eine spektakuläre Flucht in die Westzone genutzt. Das liegende Teil zeigt wie mühevoll und gefährlich der Weg in die Freiheit war.

Erinnerungssäule