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Gneisenau-Gesellschaft e.V.

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Dr.phil. Frank Bauer

Schmöllnsche Str. 26
04600 Altenburg

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Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von

Gneisenau-Gesellschaft e.V.

 

Zweck der Gesellschaft

Die Gneisenau-Gesellschaft wurde am 9.Juni 1995 in Sommerschenburg gegründet. Zweck der Gesellschaft ist es, Leben und Wirken des Generalfeldmarschalls August Wilhelm Anton Graf Neidhardt von Gneisenau - dieses großen Deutschen, Preußen und Helden der Befreiungskriege 1813 bis 1815 - durch Führungen, Veröffentlichungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und dergleichen mit neuem Leben zu erfüllen. Gegenstand des Gesellschaftszweckes ist auch das Mausoleum des Feldherrn mit Denkmal und Anlage in dem Umfang, wie es in der Liste des Landes Sachsen-Anhalt eingetragen ist. Da es sich hierbei nicht nur um ein Denkmal von regionalem Interesse sondern auch um ein Zeugnis der Nationalgeschichte handelt, kommt dem Erhalt und der PƒPege überregionale Bedeutung zu.

 

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Freiheit im Dienste des Staates und des Volkes

Die Mitglieder der Gneisenau-Gesellschaft setzen sich dafür ein, die großen Zeugen und Zeugnisse unserer Vergangenheit für unsere Gegenwart und Zukunft lebendig zu erhalten, so dass sie uns und denen, die nach uns kommen, als Vorbild dienen können. Denn die großen Ideen der Reformer um Stein, Scharnhorst, Gneisenau, Clausewitz, Hardenberg und vielen anderen sind nicht nur für ihre Zeit, sondern für alle Zeiten gültig, so auch für die unsrige. Ihr Ziel war es, in wenigen Worten ausgedrückt, dem Volk die Freiheit zurückzugewinnen. Freiheit von Unterdrückung jeder Art, nicht zuletzt durch den Staat und eine unbotmäßige Bürokratie. Freiheit war für sie vor allem die Entwicklung des menschlichen Geistes und Körpers, wie sie sich in den Selbstverwaltungen nach dem Reichsfreiherrn vom und zum Stein und den Turnveranstaltungen des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn widerspiegelten, aber nicht für den Eigennutz, sondern im Dienste des Staates und des Volkes, auf deren Wohlergehen es ihnen am meisten ankam.

 

Feldherr mit militärischem Weitblick

Wir wollen Gneisenau als Feldherrn mit militärischem Weitblick darstellen (er war seiner Zeit voraus) und auch der Öffentlichkeit verdeutlichen. Er war nicht nur der tapfere Soldat und Held, der sich in den Notjahren Preußens 1806/1807 bewährte, der zusammen mit Nettelbeck die Festung Kolberg bis zum Friedensschluss gegen die Franzosen hielt. Er war viel mehr als ein Haudegen: ein Soldat von lauteren Eigenschaften, ein geistvoller, ideenreicher Feldherr und Stratege, der einem Gegner wie Napoleon gewachsen war. Von ihm sagte Napoleon später: "Verdammt, diese Tiere haben gelernt, mit Armeen zu operieren!". Und der getreue „Marschall Vorwärts“ - Blücher - umarmte ihn auf dem Wiener Kongress angesichts aller Fürsten Europas und nannte ihn: "Kopf des preußischen Heeres“.

 

Erntezeit der deutschen Aufklärung

Ein weiteres Hauptfeld unserer Arbeit ist die Darstellung der Erntezeit der deutschen Aufklärung, in der sie in Werken unvergänglicher klassischer Form den geistigen Ertrag aus der ganzen Fülle und Tiefe der Kulturbestrebungen zog, die fast alle Völker Europas seit der Renaissance der Künste und Wissenschaften nacheinander oder miteinander wetteifernd gehegt und gepƒPegt hatten (1795-1805). Damit meinen wir den Freundschaftsbund Schillers und Goethes. Die glücklichste Periode ihrer Produktion und die Erhebung des nationalen Geisteslebens auf den höchsten jemals erreichten Stand fällt in dieses Jahrzehnt. Damit meinen wir das vollendete Lehrgebäude Kants und der anderen Philosophen wie Hegel, Fichte, Schleiermeier. Damit meinen wir das Brüderpaar Wilhelm und Alexander von Humboldt, welche der gelehrten Forschung und Darstellung neue Wege wiesen. Damit meinen wir die genialen Bauwerke der großen Architekten Schinkel und Schadow.

 

Tradition im Geiste Gneisenaus

Wir beschäftigen uns auch mit dem bekanntesten Nachfahren des Generalfeldmarschalls, mit dem Oberst von Stauffenberg, welcher am 20. Juli 1944 auf den Spuren seines Vorfahren im Kampf gegen einen anderen Tyrannen verlor und wenig später sein Leben ließ.

 

Der Feldherr als Diplomat

Wichtig ist es auch, Gneisenau als Diplomat und Persönlichkeit von internationalem Rang zu zeigen.

 

Gneisenau als Mensch und Literat

Ein weiteres Anliegen ist es für uns, Gneisenau der Öffentlichkeit als Mensch und Literat vorzustellen, in seinem Denken und Fühlen. Seine persönlichen Kontakte, z. B. mit Goethe, Bettina und Achim von Arnim, Clemens Brentano und dem Bruderpaar von Humboldt.

 

Ernst Moritz Arndt über Gneisenau:

Sein Bau war stattlich, mit breiter Brust und löwenartigen Gliedern. Er ist allzeit ferngeblieben von Hofart und Habsucht, großmütig, hilfreich, freigiebig, wie die allbelebende Sonne".

Gneisenau verdient dieses hohe Lob!

 

250.Gneisenau-Geburtstag

 

Unterstützung der Gemeinde

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Eigentümer (Gemeinde Sommersdorf) im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Instandsetzung und PƒPege des Denkmals und Mausoleums zu unterstützen.

 

Mitgliedschaft und Zusammenarbeit

Mitglied unserer Gesellschaft kann jede natürliche Person werden, die das 16. Lebensjahr vollendet hat und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist. Wir sind keine militärische Gesellschaft, wir streben eine Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Personen und gleichgerichteten Einrichtungen an.

 

In jüngster Zeit geleistete Arbeit

In der jüngsten Vergangenheit haben wir das Fundament des Mausoleums trocken gelegt und den Baumschnitt vorgenommen, das Dach original eindecken lassen, die Eingangstür wurde restauriert und zusätzlich eine Sicherheitstür (nach altem Muster von 1840) angefertigt, die Fenster wurden mit Sicherheitsglas ausgestattet und die Innen- und Außenfassade verputzt.

 

Aktivitäten und Kontakte

Über 6500 Besucher konnten wir bei unseren Führungen durch Schloss, Park und Mausoleum aus vielen Bundesländern begrüßen. Engen Kontakt haben wir zur Gneisenaugesellschaft Schildau, zur Marinekameradschaft „Gneisenau“ in Kiel, dem Wehrbezirkskommando 82 Magdeburg und nicht zu vergessen zu den Nachfahren unseres Generalfeldmarschalls.

 

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Vom 10. bis 12. September 2010 haben wir zu Gneisenaus 250. Geburtstag ein Fest  gefeiert mit Biwak, Zapfenstreich am Denkmal, Kranzniederlegung und feierlicher Eröffnung des Gneisenau-Museums im alten Schulhaus in Sommerschenburg.

 

[Festprogramm (Stand: 08/2010)]

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Auszug aus einem Brief Gneisenaus an seine Ehefrau vom 7. Juli 1825 nach einem Besuch in Sommerschenburg:

Die hiesigen Güter gehören in landwirtschaftlicher Hinsicht zu den schönsten, die es geben kann. Der hiesige Schlosshof gewährt durch seine hohe Lage eine seltene Ansicht über ein meilenweit fruchtbares Land und über das ganze Harzgebirge, ist in einem Halbkreis  mit  Laubwäldern umgeben, hat schöne Baumgärten, auf der vorderen, steilen Seite  Terrassen mit Weinstöcken, Pfirsich- und Aprikosenbäumen, die hiesigen Kirschen sind berühmt. Das Wohnhaus wäre, wenn eine Amtsmannwohnung sonst noch vorhanden wäre, so ziemlich und selbst bequem; es ist als solches etwas altertümlich. Die Umgebung ist etwas bergig, sehr baumreich, sehr grün und sehr großwüchsig. Da der Forst an den Schlossgarten stößt, so würde man mit sehr wenigen Kosten einen vortrefƒPichen Park erschaffen können. Die Bauern sind hier gut gebildet, zum Teil sehr wohlhabend. Es sind hier auf dem Gute welche, die 30.000 Taler Vermögen haben. Es wohnt hier ein eleganter Schneider für Männer und Frauen, der 10 Gesellen hat und sich eine Equipage hält. Der hiesige Schullehrer war Leutnant in der Landwehr und ist Pestaloziener, die Kinder leisten unter ihm ungemein viel. Diebstahl und Trunk kommen in der Gemeinde gar nicht mehr vor".

 

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Seit einiger Zeit sind Schloß und Park von Gemeinde- in Privatbesitz übergegangen, so daß wir dort keinerlei Zugriff und Einfluß mehr haben, was wir sehr bedauern.

 

 

Gneisenau-Museum Sommerschenburg, Karl-Liebknecht-Straße 30

Am 11. September 2010 haben wir zu Gneisenaus 250. Geburtstag unser kleines aber feines Museum feierlich eingeweiht und sind bestrebt, es nach und nach zu einem Schmuckstück zu machen.

 

Öffnungszeiten

Von April bis September

jeweils am 1. Samstag im Monat

14 - 17 Uhr

Individuelle Vereinbarungen

mit Frau ElkeWölfer

Tel. 039402/50725

 

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Vorstand der Gneisenau-Gesellschaft:

 

Vorsitzender:   Dr.phil. Frank Bauer

Stellvertreter:   Elke Wölfer

                      Joachim Helf

Schatzmeister: Susanne Miehe

Schriftführer:    Helmut Mittendorf

Bürgermeister: Peter Müller

 

Ihr Ansprechpartner in Sommerschenburg ist  Frau Elke Wölfer, Tel: 039402/ 50725

                                                         oder Herr Joachim Helf, Tel: 039402/ 50731